Siebdruck wird oft vor allem auf Stoff angewandt, aber das muss nicht sein! Siebdruck ist auch eine ideale Technik für Gestaltungen auf Papier und papierähnlichen Materialien. Weiter unten geben wir Beispiele, wie vielseitig das Drucken mit den Jeromin-Siebdruckschablonen auf Papier sein kann.
Eine ausführliche Anleitung für das Arbeiten mit unseren Jeromin-Siebdruckschablonen findest du direkt bei jedem Motiv im Shop (hier ein Beispiel), wenn du dort auf „Produktdatenblatt“ klickst.
Seriendruck
Siebdruck wird in der Regel für das Drucken von Serien verwendet.
- Das könnte zum Beispiel ein mehrfacher Druck eines Motivs auf ein größeres Stoffstück bedeuten.
- Oder aber das Bedrucken von mehreren Einzelstücken.
All das kann man auch mit Schablonen machen. Warum also Jeromin-Siebdruckschablonen verwenden?

1_ Motive
Wenn ich die Möglichkeiten von Siebdruck mit anderen Drucktechniken vergleiche, fallen mir die verhältnismäßig einfache Umsetzung von fotografischen Motiven und feinsten grafischen Motiven, wie z.B. Schrift, auf ein Sieb ein.

Im Gegensatz zu den transparenten Polymerstempel, die ebenfalls feinste Linien abbilden, sind beim Siebdruck größere Formate möglich und vor allem aber die Verwendung von völlig unterschiedlichen Farben und Medien, sodass auf Stoff (waschbar) und auch auf ganz unterschiedlichen Papieren mit intensiver Farbwirkung gedruckt werden kann.
2_Schnelles und sicheres Drucken
Ein Sieb lässt sich aufgrund des festen Rahmens schnell und sicher platzieren. Vor allem aber verhindert das Sieb, dass Farbe unter die Konturen kriecht. Mit Siebdruck erhält man in aller Regel schöne und saubere Kanten.
Warum Siebdruckschablonen?

Siebdruckschablonen sind eine verhältnismäßig neuere Erfindung, um Siebdruck auch zu Hause möglich zu machen. Das kleinere und flache Format und das leichte Gewicht vereinfachen den Vorgang und die Handhabung. Früher war Siebdruck ein Lehrberuf und wurde ausschließlich in Werkstätten und Ateliers durchgeführt. Heute kann man mit den Siebdruckschablonen ohne lange Lehrzeit zu Hause einfach auf Papier und Stoff drucken.
Jeromin-Siebdruckschablonen erfordern nur eine kleine Arbeitsfläche und lassen sich problemlos in der Küche säubern.
Siebdruckschablonen von Farbe säubern

Bei Siebdruck ist das Säubern ein Teil des Druckprozesses, denn durch Antrocknen der Acrylfarbe kann ein Sieb schnell unbrauchbar werden. Das kleinere Format der Siebdruckschablonen erlaubt es, ein Gefäß mit Wasser neben die Arbeitsfläche zu stellen und das Sieb nach dem Drucken zunächst einmal dort feucht zu halten. Erst, wenn alles beendet ist, folgt dann das endgültige Säubern unter fließendem Wasser, was zum Beispiel in der Küche erfolgen kann.
Welche Farben für Papier?
Wir verwenden für unsere Siebdruckschablonen – auch für Papier – hauptsächlich DEKAPrint. Die Konsistenz dieser Farbe ist für unsere Siebdruckschablonen ideal: Nicht zu trocken, nicht zu flüssig.
Aber auch normale Acrylfarbe – unbedingt immer versetzt mit Screenprinting Medium (z.B. von Lascaux oder Golden) – eignet sich gut.
Was ich zu schätzen gelernt habe, ist Gouache, denn da diese Farbe wasserlöslich ist, kann sie auch getrocknet noch aus dem Sieb gewaschen werden. Achtet aber darauf, dass die Rezeptur KEIN ACRYLAT enthält, denn wenn, dann wäre die Farbe einer Acrylfarbe gleichzusetzen!
Format
Die kleineren Formate von Siebdruckschablonen erweisen sich für viele Druckvorhaben auf Papier von Vorteil! Projekte aus Papier wie Karten, Umschläge, Collagenpapiere usw. können mit großen Sieben selten befriedigend gestaltet werden. Die Kombination mehrerer kleinerer Motive ist dafür optisch wesentlich lebendiger und attraktiver.
Welches Papier?
Optimal sind glatte Papiere ab 170g, die etwas Feuchtigkeit aushalten. Ein Beispiel dafür ist das Papier unseres blauen Blocks, das sich auch sehr gut als Seiten eines Journals eignet.
Wir drucken gerne auf Wenzhou-Papier. Das ist ein leichtes Aquarellpapier aus China, das sich ganz hervorragend für Collagen und das Bekleben von Schachteln eignet.
Wenn ein normales Druckerpapier mit Acrylfarbe beschichtet ist (z.B. durch Gelliprint Hintergründe oder durch das Abrollen von Restfarbe), dann eignet sich auch dieses prima für Siebdruck und anschließendes Verarbeiten auf einer Karte oder in einer Collage.
Sehr schöne Ergebnisse hatten wir auf ganz normalem Kraftpapier, das auf Rollen als Verpackungsmaterial angeboten wird.
Toll werden Drucke auf SnapPap (oder „veganes Leder“). Dieses Material läuft unter dem Begriff synthetisches Papier und kann als ein wunderbarer Einband für Bücher und Journals aller Art fungieren. Es lässt sich sogar vernähen.
Auf Malpappen lässt sich ausgezeichnet direkt drucken, auch auf Graupappen, wenn diese zuvor mit Gesso grundiert worden sind.
Und schließlich: Leinwand. Wieso wird das hier unter Papier eingegliedert, wo es sich doch um Stoff handelt? Sobald Leinwand mit Gesso grundiert worden ist, verschwindet der textile Charakter des Materials, es reagiert fast wie Papier:
Die Saugfähigkeit des Stoffs wird durch Gesso herab gesetzt, das Material wird steif, fast wie Papier. Solche beschichteten Leinwände kann man kaufen oder aber natürlich auch selbst herstellen. Aufgezogen auf einem Rahmen, lässt sich darauf nicht mit Siebdruck arbeiten. Aber abgenommen und flach auf einem Tisch ausgebreitet, geht das sehr gut. Nach dem Trocknen wird die bearbeitete Leinwand neu auf dem Keilrahmen befestigt.
Siebdruckschablonen für Grußkarten

Oben siehst du eine der Möglichkeiten. Ein großer Bogen wird bedruckt und anschließend in passende Größen geschnitten (Rollschneider und Schneideunterlage). Man kann auch weniger dicht drucken, als beim Beispiel oben und anschließend jede Einzelkarte mit speziellen Elementen versehen.
Ähnlich geht man vor, indem man mehrere Karten auf den abgedeckten Tisch klebt, die Karten grundiert und dann mit Siebdruckschablonen bedruckt. Als Tape zum vorsichtigen Aufkleben und wieder Ablösen eignet sich das rosafarbene Malerband von Tesa, das keine Klebespuren hinterlässt und das Papier nicht aufreißt.

Geschenkpapier, Geschenktüten

Schmuckpapiere bedrucken für das Beziehen von Schachteln oder Buchblöcken
Mit welchem Papier du arbeiten möchtest, kommt auf dein Projekt an. Das Einwickelpapier oben würde sich zum Beispiel eignen. Aber auch das leichte Wenzhou-Papier. Beim Aufziehen darauf achten, dass sich keine Luftblasen einschleichen.
Collagenpapiere
Oft bleiben nach Beendigung eines Projektes schöne Papiere übrig, die ich nicht wegwerfen mag. Zum Beispiel habe ich mir angewöhnt, Farbroller farblich passend auf Papieren zu säubern. Pinsel mit Acrylfarbe werden zunächst auf Papier ausgestrichen, bevor ich sie auswasche. All dies ergibt farblich interessante Untergründe, die später bedruckt, bemalt oder beschriftet werden können.

Zum einen kann man nach Beendigung eines Druckvorganges die Farbe einer Siebdruckschablone auf solchen Papieren vollends ausdrucken, bevor man das Sieb ins Wasser gibt. Ein Collagenpapier verträgt es, dass ein Druck möglicherweise nicht ganz so perfekt ausfällt.

Oder aber man entscheidet sich für eine spezielle Drucksession für Collagenpapiere. Dann entscheide ich mich bewusst für Motive, die entweder zum Thema der Collage passen. Oder ich wähle Motive, die ich mit anderen Techniken nicht aufs Papier bringen kann. Das könnten zum Beispiel bestimmte Schriften sein, spezielle Pflanzendrucke oder interessante Texturen.
Siebdruckschablonen für dein Journal
Zum Einkleben in dein Journal eignen sich vor allem leichtere Papiere, wie Abbildungen auf Druckerpapier, Wenzhou-Papier oder auch leichte Stoffe wie Voile oder Pongé 5 Seide.
Collagen

Oben, bei der Überschrift „Collagenpapiere“ habe ich schon angeführt, dass viele der Motive unserer Jeromin-Siebdruckschablonen für deine Collagen einen speziellen Boost ergeben können. Insbesondere, wenn du die verschiedenen Möglichkeiten des Farbauftrags nutzt.
Farbauftrag

Für detailgetreue Drucke in einer Farbe empfehlen wir die weichen Silikonrakel. Farbe bzw. gemischte Farben lassen sich aber auch noch anders aufbringen, z.B. mit Schwammroller, Schwämmchen und Borstenpinsel. Achte bitte darauf, dass du nicht zu stark reibst oder zu viel Farbe aufträgst (das kann vor allem mit Schwamm und Roller auftreten).
Überdrucken
Oft werden Drucke noch interessanter, wenn ein Motiv leicht versetzt mit einer Kontrastfarbe überdruckt wird.
Kombination mit Collage und Direktdruck
Eine Collage kann nicht nur von bedruckten Papieren profitieren. Du kannst dein Bild sogar direkt mit unseren Siebdruckschablonen bedrucken! Dadurch ergibt sich ein ganz neuer Blickfang, der einen (zu) unruhigen Hintergrund zu beruhigen vermag.
Kombination von Siebdruck mit Malerei oder anderen Techniken
Positive Spannung in ein Bild kommt durch Kontraste, also durch Unterschiede in Farbe, Größen usw. und auch durch Kombination unterschiedlicher Techniken. Solche Zusammenstellungen wecken das Interesse, und als Beobachter fragt man sich, wie die Bildwirkung wohl entstanden ist.
Viele Maltechniken sind „weich“, Drucktechniken zeigen dagegen klare Kanten. Das ist schon mal ein schöner Kontrast!
Kontrastreich sind auch großzügige Formen von selbst geschnittenen Schablonen oder selbst angefertigten Moosgummistempeln kombiniert mit der grafischen Optik von detailreichen Motiven der Jeromin-Siebdruckschablonen. Solche anspruchsvollen Zusammenstellungen lassen sich auf gutem Papier, Malpappen oder auch Leinwand herstellen.
Lust bekommen?
Schon mit wenigen Siebdruckschablonen lassen sich vielfältige Projekte auf Papier verwirklichen! Vielleicht zwei Motive und ein Füllmotiv, wie z.B. eines der Raster oder eine Schrift – das ergibt, zusammen mit deinen zusätzlichen Gestaltungen, enorm viele Möglichkeiten! Wie genau die Siebdruckschablonen funktionieren, kannst Du der ausführlichen Anleitung entnehmen, die sich mit einem Klick auf das „Produktdatenblatt“ bei jeder Siebdruckschablone im Shop befindet.
Jetzt nur noch loslegen!